Auswirkungen der Corona Pandemie

Update 25.08.2020

 

Wir alle hatten gehofft, dass es ab Mitte Juli Reiseerleichterungen geben wird. Der eine oder andere Kunde hatte sich schon auf eine USA-Reise im August oder September eingestellt. Leider hat dann die nächste Infektionswelle alle Reisepläne zunichte gemacht.

 

Die Grenzen sind zwischen den Schengen Staaten und den USA sind weiterhin für die meisten Reisezwecke geschlossen. Allerdings sind die US-Konsulate und Botschaften, die lange Zeit nur für Notfälle geöffnet waren, inzwischen wieder eingeschränkt geöffnet. M1 Visa für eine Ausbildung in den USA werden z.B. wieder ausgestellt und für diese Gruppe ist die Einreise gestattet. Derzeit gilt allerdings noch die 14 tätige Quarantäne, so dass es sich die Reise nur für eine längere Aufenthaltsdauer lohnt. Möglicherweise ändert sich dies in absehbarer Zeit durch entsprechende Testnachweise. Auch die großen Airlines bemühen sich bei der US-Regierung um entsprechende Lösungen. Einreisen für touristische Zwecke, z.B. um ein Flugzeug bzw. mieten sind derzeit nicht gestattet.

 

Die US-Botschaft in Deutschland hat unter dem folgenden Link Fragen und Antworten zusammengestellt:

 

https://de.usembassy.gov/de/haeufig-gestellte-fragen-zu-covid-19-visa/

 

Die weitere Entwicklung ist schwer vorauszusehen, da die Schutzmaßnahmen in den USA leider nur sehr uneinheitlich umgesetzt werden. Es gibt Bundesstaaten und Landkreise, die alle notwendigen Maßnahmen sehr konsequent durchsetzen, während andere primär auf die Belebung der Wirtschaft setzen und bewusst auf wichtige Einschränkungen verzichten. Auch in der Bevölkerung ist die Akzeptanz für Schutzmaßnahmen nicht so ausgeprägt, wie wir sie in den letzten Monaten in Europa erlebt haben. Freunde und Bekannte aus den USA berichten, dass sie selbst in den Hot Spots bei maximal 50:50 liegt.

 

Es gilt also weiter abzuwarten und die Nachrichten zu verfolgen.

Update 17. Mai

 

Für Flugschüler, die bereits angemeldet sind und darauf warten in die USA reisen zu können, gibt es eine wichtige Erleichterung. Nach einigem Hin- und Her hat sich die TSA nun doch entschieden, die Fristen für den TSA-Check zu verlängern.
 
Bisher musste die Ausbildung innerhalb von 180 Tagen nach Anmeldung und Bezahlung der TSA-Fee angetreten werden. Ansonsten war die Gebühr von 130 USD verloren und die Registrierung musste wiederholt werden.  Jetzt wurde diese Frist auf 365 Tage verlängert. Die neue Regel gilt für jeden Flugschüler, der seine TSA-Anmeldung zwischen dem 1.12.2019 und dem 1.9.2020 abgeschlossen hat bzw. sich noch anmeldet. Maßgeblich ist das Datum, an dem die TSA-Fee bezahlt wurde.
 
Für Anmeldungen ab dem 1.9.2020 soll wieder die alte Frist von 180 Tagen gelten.

 

Update vom 04.Mai 2020

 

Die Flugschule ist seit heute wieder geöffnet. Flugausbildung darf unter Einhaltung von Hygienevorschriften wieder stattfinden. Auch die Geschäfte und Restaurants in St. Augustine öffnen wieder. Restaurants dürfen derzeit nur 25 % ihrer Sitzplätze belegen.

 

St. Augustine liegt im Landkreis Sankt John. Das Sankt Johns County war bisher mit 204 Infektions- und vier Todesfällen betroffen, bei 265.000 Einwohnern.

 

Am 30.4. hat die FAA eine SFAR (Special Federal Anviation Rule) herausgegeben, mit der verschiedene Fristen für Prüfungstermine, Medicals, Flight Reviews und IPC verlängert wurden. Eine Übersicht finden Sie hier:

Update-Corona.pdf
Adobe Acrobat Dokument 138.4 KB

22. März 2020

 

Die Corona Epidemie hat leider auch unsere Flugschule zu einem ungünstigen Zeitpunkt erwischt, denn der März und April sind stets ausgebucht. Die Amerikaner haben zwar sehr schnell Hygieneempfehlungen speziell für Flugschulen herausgegeben, um einen halbwegs geordneten Betrieb mit den einheimischen Flugschülern aufrecht zu erhalten, doch mit den Europäern sind schlagartig 50 % der Kunden weggefallen. Auch wenn es derzeit offensichtlich genausoviele Corona-Experten gibt, wie selbsternannte Fußballtrainer während einer Fußball-WM, kann heute niemand voraussagen, ob es weitere Shutdowns geben wird und wann wieder ein halbwegs normaler Flugschulbetrieb mit ausländischen Flugschülern möglich sein wird. Das kann im Juni oder Juli der Fall sein, könnte aber auch länger dauern.

 

Für die Luftfahrt ist das ein Desaster, auch wenn die Allgemeine Luftfahrt gerade in Krisenzeiten ihre Stärken zeigen und den einen oder anderen, unabkömmlichen Transport aufrecht erhalten kann, um die Versorgung der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Gesundheitssystems zu unterstützen. 

 

Aber es gibt auch zwei Lichtblicke:

 

  • Während die General Aviation hierzulande oft um Anerkennung kämpfen muss, gehört sie in den USA zu den systemkritischen Wirtschaftszweigen. Bereits nach dem Shutdoiwn 2001 wurden schnell sehr effiziente Maßnahmen eingeleitet, um der Branche schnell wieder auf die Beine zu helfen.

 

  • Seit vielen Jahren hatten Europa und die USA einen bilateralen Vertrag (BASA) über die gegenseitige Anerkennung von Privatpiloten- und Instrumentenflugberechtigungen in der Schublade. Nun ist die Vereinbarung endlich unterzeichnet worden und soll noch im Laufe des Jahres 2020 in Kraft treten. Ein großer Vorteil: Ein frisch erworbener PPL, Instrument oder Multi Engine Rating können sofort in eine EASA-Lizenz umgeschrieben werden. Das Sammeln von Flugstunden nach Lizenzerhalt würde dann wegfallen. Globale Vereinfachungen haben bisher immer zu einer Belebung des Geschäfts geführt, sobald die Zeit dafür gekommen ist.

    Anmerkung:
    Da es zu diesem Punkt viele Nachfragen gibt, eine kurze Ergänzung. Es gibt zu dem BASA noch keine Veröffentlichung. Die AOPA wurde durch die zuständigen Mitarbeiter der EU-kommission über den Sachstand informiert und darüber in der AOPA-Kolumne im letzten Fliegermagazin berichtet. Da der Text in alle EU-Landessprachen übersetzt werden musste, prüfen die Amerikaner derzeit die einzelnen Übersetzungen. Dann muss der Europäische Rat noch formell zustimmen. Erst danach wird der Text veröffentlicht. Das alles soll aber noch 2020 passieren, sofern Corona den Zeitplan nicht durcheinanderbringt. Es geht aber nicht um eine gegenseitige Anerkennung, sondern um Erleichterungen bei der Umschreibung EASA-FAA und umgekehrt. Nach den bisher bekannt gewordenen Entwürfen sollte z.B. die 100 h Regel beim PPL und MEP wegfallen und die 50 h Regel beim IR.

    aktuelle Ergänzung vom 7.4.2020:
    Per NOTAM 1-1926-20 wurde heute bekannt gegeben, dass die Opt Out Frist für Drittstaatenlizenen bis zum 20.Jini 2021 verlängert wird. D.h. bis dahin darf ein N-registriertes Flugzeug ausschliesslich mit FAA-Lizenz und Medical geflogen werden. Zu beachten ist jedoch, dass nicht alle EU-Staaten diesem Beispiel folgen. Diese Fristverlängerung steht in Zusammenhang mit dem o.g. BASA. D.h. man erhofft sich, dass das BASA bis dahin umgesetzt ist.

 

 

 

Wichtige Fristen

 

Für alle Flugschüler, die bereits eine Ausbildung geplant bzw. begonnen hatten oder demnächst mit den Formalitäten beginnen wollen, sind folgende Regeln zu beachten:

 

Das M1-Visum bleibt gültig, auch wenn der ursprüngliche geplante Ausbildungsbeginn verschoben wird. Wir ändern lediglich Ihre SEVIS- Ameldung und stellen Ihnen zur Einreise ein neues I-20 aus, sobald der neue Termin feststeht. Die SEVIS-Anmeldung können wir auch in mehreren Schritten um bis zu 360 Tage insgesamt verschieben.

 

Die Sicherheitsüberprüfung (TSA Check) bleibt 365 Tage gültig, die Ausbildung muss jedoch innerhalb von 180 Tagen begonnen werden.

 

Das Student Pilot Certificate bleibt unbegrenzt gültig, bis Sie den PPL erwerben.

 

Das Knowledge exam bleibt 24 Monate gültig. Wer bis dahin keine praktische Prüfung erfolgreich abgelegt hat, muss das knowledge exam wiederholen.

 

Medicals wurden zwar nicht direkt pauschal verlängert, aber Piloten, die mit einem FAA-Medical fliegen, das zwischen dem 31.3. und 30.6.2020 abgelaufen ist, werden gemäß einer Stellungnahme der FAA an die AOPA-USA vom 26.03.2020 nicht strafrechtlich verfolgt.

 

Erworbene Flugstunden, ob mit oder ohne Lehrer werden ohne zeitliche Begrenzung auf die Ausbildung angerechnet.

 

Darüber hinaus haben die Amerikaner während der Corona Epidemie viele behördliche Fristen verlängert.

 

Was tun bis es weiter geht

Theorie lernen geht immer immer. Homestudykurse für den PPL und das Instrument Rating sind in ausreichender Stückzahl in Deutschland vorrätig.

 

Für Flugschüler, die schon einmal ihre praktischen Fertigkeiten trainieren möchten, hat Gleim einen PPL-Kurs auf Basis des X-Plane Flight Simulators vorbereitet, die mit einem virtuellen Fluglehrer durch alle Lektionen des PPL-Syllabus führt. Für eine begrenzte Zeit während der Corona Krise wird dieser Kurs kostenlos angeboten.

 

Bleiben Sie gesund und frei von großen wirtschaftlichen Schäden.

 

22.03.2020

 

 

Klaus-Jürgen Schwahn

Sie suchen eine Flugschule

  • mit familiärer Atmosphäre,
  • an einem Ort mit hohem Freizeitwert für die ganze Familie,
  • in einem professionellen Umfeld,
  • mit jahrzehntelanger Erfahrung, die Sie routiniert durch alle Formalitäten führt und dabei alle behördlichen Anforderungen an ausländische Flugschüler erfüllt,

 

dann sind Sie herzlich willkommen bei der Florida Aviation Career Training, Inc. im historischen St. Augustine/Florida.

 

Seit 1987 betreuen wir neben unseren einheimischen Kunden überwiegend Flugschüler und Charterkunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ob Sie mit der Familie, mit Freunden oder alleine kommen. Sie werden schnell Anschluss zu Gleichgesinnten jeder Altersgruppe finden, z.B. beim wöchentlichen, gemeinsamen Flight School Dinner in einem der 500 umliegenden Restaurants.

Mittlerweile können unsere 10 Stammfluglehrer zusammen auf 225 Jahre Ausbildungserfahrung mit über 45.000 Flugstunden zurückblicken.

 

Wir sind nach den strengen Maßstäben der Federal Aviation Regulations Part 141 zugelassen. Speziell für unsere ausländischen Flugschüler erfüllen wir die Voraussetzungen zur Erteilung eines Ausbildungsvisums M1 und dürfen die dazu erforderliche Bescheinigung ausstellen. Auch die erforderliche Sicherheitsfreigabe (TSA-Check) wird Ihnen für eine Ausbildung bei uns erteilt. Durch die entsprechenden Formalitäten begleiten wir Sie schnell und effizient.

 

 

St. Augustine gehört zu den attraktivsten Urlaubsorten Floridas mit kilometerlangen Sandstränden, einer attraktiven Altstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten sowie unzähligen Restaurants, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten.

Nur wenige Flugschulen bieten Ihnen diese Mischung aus Kontinuität, Erfahrung, Atmosphäre und Freizeitwert.

 

10. Auflage

408 Seiten

komplett überarbeitet

Seit 30 Jahren wertvoller Begleiter für Flugschüler, Piloten, Flugzeughalter und jeden, der sich im Luftfahrtsystem der USA zurecht finden will, ob beruflich oder privat.

28,50 €

 

inkl. MWST. + Versand
(3€ Deutschl./7,50€ Ausland)