Auswirkungen durch Corona

 

Die Corona Epidemie hat leider auch unsere Flugschule zu einem ungünstigen Zeitpunkt erwischt, denn der März und April sind stets ausgebucht. Die Amerikaner haben zwar sehr schnell Hygieneempfehlungen speziell für Flugschulen herausgegeben, um einen halbwegs geordneten Betrieb mit den einheimischen Flugschülern aufrecht zu erhalten, doch mit den Europäern sind schlagartig 50 % der Kunden weggefallen. Auch wenn es derzeit offensichtlich genausoviele Corona-Experten gibt, wie selbsternannte Fußballtrainer während einer Fußball-WM, kann heute niemand voraussagen, ob es weitere Shutdowns geben wird und wann wieder ein halbwegs normaler Flugschulbetrieb mit ausländischen Flugschülern möglich sein wird. Das kann im Juni oder Juli der Fall sein, könnte aber auch länger dauern.

 

Für die Luftfahrt ist das ein Desaster, auch wenn die Allgemeine Luftfahrt gerade in Krisenzeiten ihre Stärken zeigen und den einen oder anderen, unabkömmlichen Transport aufrecht erhalten kann, um die Versorgung der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Gesundheitssystems zu unterstützen. 

 

Aber es gibt auch zwei Lichtblicke:

 

  • Während die General Aviation hierzulande oft um Anerkennung kämpfen muss, gehört sie in den USA zu den systemkritischen Wirtschaftszweigen. Bereits nach dem Shutdoiwn 2001 wurden schnell sehr effiziente Maßnahmen eingeleitet, um der Branche schnell wieder auf die Beine zu helfen.

 

  • Seite vielen Jahren hatten Europa und die USA einen bilateralen Vertrag (BASA) über die gegenseitige Anerkennung von Privatpiloten- und Instrumentenflugberechtigungen in der Schublade. Nun ist die Vereinbarung endlich unterzeichnet worden und soll noch im Laufe des Jahres 2020 in Kraft treten. Ein großer Vorteil: Ein frisch erworbener PPL, Instrument oder Multi Engine Rating können sofort in eine EASA-Lizenz umgeschrieben werden. Das Sammeln von Flugstunden nach Lizenzerhalt fällt künftig weg. Globale Vereinfachungen haben bisher immer zu einer Belebung des Geschäfts geführt, sobald die Zeit dafür gekommen ist.

    Anmerkung:
    Da es zu diesem Punkt viele Nachfragen gibt, eine kurze Ergänzung. Es gibt zu dem BASA noch keine Veröffentlichung. Die AOPA wurde durch die zuständigen Mitarbeiter der EU-kommission über den Sachstand informiert und darüber in der AOPA-Kolumne im letzten Fliegermagazin berichtet. Da der Text in alle EU-Landessprachen übersetzt werden musste, prüfen die Amerikaner derzeit die einzelnen Übersetzungen. Dann muss der Europäische Rat noch formell zustimmen. Erst danach wird der Text veröffentlicht. Das alles soll aber noch 2020 passieren, sofern Corona den Zeitplan nicht durcheinanderbringt. Es geht aber nicht um eine gegenseitige Anerkennung, sondern um Erleichterungen bei der Umschreibung EASA-FAA und umgekehrt. Nach den bisher bekannt gewordenen Entwürfen sollte z.B. die 100 h Regel beim PPL und MEP wegfallen und die 50 h Regel beim IR.

 

 

 

Wichtige Fristen

 

Für alle Flugschüler, die bereits eine Ausbildung geplant bzw. begonnen hatten oder demnächst mit den Formalitäten beginnen wollen, sind folgende Regeln zu beachten:

 

Das M1-Visum bleibt gültig, auch wenn der ursprüngliche geplante Ausbildungsbeginn verschoben wird. Wir ändern lediglich Ihre SEVIS- Ameldung und stellen Ihnen zur Einreise ein neues I-20 aus, sobald der neue Termin feststeht. Die SEVIS-Anmeldung können wir auch in mehreren Schritten um bis zu 360 Tage insgesamt verschieben.

 

Die Sicherheitsüberprüfung (TSA Check) bleibt 365 Tage gültig, die Ausbildung muss jedoch innerhalb von 180 Tagen begonnen werden.

 

Das Student Pilot Certificate bleibt unbegrenzt gültig, bis Sie den PPL erwerben.

 

Das Knowledge exam bleibt 24 Monate gültig. Wer bis dahin keine praktische Prüfung erfolgreich abgelegt hat, muss das knowledge exam wiederholen.

 

Das Medical bleibt, je nach Alter 2-5 Jahre gültig, es muss zum Ausbildungsbeginn nicht erneuert werden.

 

Erworbene Flugstunden, ob mit oder ohne Lehrer werden ohne zeitliche Begrenzung auf die Ausbildung angerechnet.

 

Darüber hinaus haben die Amerikaner während der Corona Epidemie viele behördliche Fristen verlängert.

 

Was tun bis es weiter geht

Theorie lernen geht immer immer. Homestudykurse für den PPL und das Instrument Rating sind in ausreichender Stückzahl in Deutschland vorrätig.

 

Für Flugschüler, die schon einmal ihre praktischen Fertigkeiten trainieren möchten, hat Gleim einen PPL-Kurs auf Basis des X-Plane Flight Simulators vorbereitet, die mit einem virtuellen Fluglehrer durch alle Lektionen des PPL-Syllabus führt. Für eine begrenzte Zeit während der Corona Krise wird dieser Kurs kostenlos angeboten.

 

Bleiben Sie gesund und frei von großen wirtschaftlichen Schäden.

 

22.03.2020

 

 

Klaus-Jürgen Schwahn

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dann sind Sie herzlich willkommen bei der Florida Aviation Career Training, Inc. im historischen St. Augustine/Florida.

 

Seit 1987 betreuen wir neben unseren einheimischen Kunden überwiegend Flugschüler und Charterkunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ob Sie mit der Familie, mit Freunden oder alleine kommen. Sie werden schnell Anschluss zu Gleichgesinnten jeder Altersgruppe finden, z.B. beim wöchentlichen, gemeinsamen Flight School Dinner in einem der 500 umliegenden Restaurants.

Mittlerweile können unsere 10 Stammfluglehrer zusammen auf 225 Jahre Ausbildungserfahrung mit über 45.000 Flugstunden zurückblicken.

 

Wir sind nach den strengen Maßstäben der Federal Aviation Regulations Part 141 zugelassen. Speziell für unsere ausländischen Flugschüler erfüllen wir die Voraussetzungen zur Erteilung eines Ausbildungsvisums M1 und dürfen die dazu erforderliche Bescheinigung ausstellen. Auch die erforderliche Sicherheitsfreigabe (TSA-Check) wird Ihnen für eine Ausbildung bei uns erteilt. Durch die entsprechenden Formalitäten begleiten wir Sie schnell und effizient.

 

 

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